"Seit gestern habe ich einen Plan, was wir gemeinsam machen können/müssen."
Mit dieser SMS begann mein nächstes Leben.
Zu diesem Zeitpunkt streute ich, dass wir unsere Beratung kpunktnull auflösen… | Thomas Knüwer | 254 comments
"Seit gestern habe ich einen Plan, was wir gemeinsam machen können/müssen."
Mit dieser SMS begann mein nächstes Leben.
Zu diesem Zeitpunkt streute ich, dass wir unsere Beratung kpunktnull auflösen und ich etwas Neues suchte: einen Ort, an dem ich mit schlauen, motivierten Menschen etwas auf die Beine stellen kann. Dann kam diese Nachricht. Von Andreas Gebhard, dem CEO der re:publica, jenem von mir innig geliebten Gesellschaftsfestival. Für mich ist die rp eine jener Plattformen, die wir brauchen, um unsere Demokratie zu erhalten, die Probleme unserer Zeit zu debattieren und unsere Gesellschaft zu einen. Und sie wird von einem Team produziert, das der Inbegriff dessen ist, was ich mir gewünscht habe.
Wer jetzt sagt, dies sei der auf LinkedIn gern gepflegte Humblebrag, dem halte ich entgegen, dass ich jeden Tag in der 18-jährigen Geschichte der re:publica auf der re:publica verbracht. Wie sehr ich das Gründerteam aus Andreas, Markus Beckedahl, Tanja und Johnny Haeusler für das bewundere, was sie geschaffen haben, lässt sich im Archiv meines Blogs Indiskretion Ehrensache nachlesen. Ich werfe als Zeugin gegen den Zweifel auch meine Schwägerin Tina ein, die mir in der Zeit der Jobentscheidung sagte: "Thomas, ich kenne dich über 20 Jahre. In der Zeit hast Du ständig von vier Sachen geschwärmt: SC Preußen Münster, Bruce Springsteen, die SXSW und die re:publica – Du solltest das machen."
Vielleicht hat sich Andreas gedacht: Der Knüwer war so oft da, jetzt kann er auch mitarbeiten. Wir trafen uns also am Rande der ersten re:publica Düsseldorf, redeten, mailten, redeten. Und am Ende stand ein Arbeitsvertrag. Für mich klingt es surrealaufregendirrwitzig, wenn ich das hier jetzt offiziell schreibe:
Seit Jahresbeginn bin ich CMO der re:publica.
Meine Prio 1: Über die Jahre ist eine Distanz entstanden zwischen der Welt der Unternehmen und der re:publica. Das soll sich ändern, denn die Wirtschaft ist ein gewichtiger Teil der digitalen Gesellschaft, ohne sie werden wir die Herausforderungen unserer Zeit nicht lösen. Derzeit schwenken Unternehmen ja sogar auf Positionen ein, die lang auf den Podien der re:publica gefordert wurden – zum Beispiel die digitale Souveränität Europas.
Viele Unternehmen wissen nicht, was für eine exzellente Plattform die re:publica für sie sein könnte. Hier kommen nicht Konzern-Junioren um Party zu machen, sondern Menschen, die ernsthaftes Interesse an der Welt haben. Gleichzeitig ist die re:publica-Community offen für Unternehmen mit kreativen Ideen. Diese Möglichkeiten aufzuzeigen, wird eine meiner Aufgaben sein.
Wenn Sie, liebe Lesenden, in einem Unternehmen arbeiten, das Lust auf ein derartiges Umfeld hat, dann freue ich mich auf Nachricht.
Und natürlich hoffe ich, wir alle sehen uns vom 18. bis 20. Mai in der Station Berlin unter dem Motto: "Never gonna give you up".
Fotos: Niels Wiemers, Stefanie Loos, Anne Barth, Andreas Schepers, Daniel Seiffert, Julia Schwendner, Stefan Nitsche | 254 comments on LinkedIn
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