Einstiegshürden in die Game Studies. Angebot, Orientierung, und Ausgrenzung
Der Einstieg in die Game Studies ist für viele Studierende von mangelndem Angebot einschlägiger Studiengänge, Orientierungslosigkeit im interdisziplinären Forschungsfeld und gefühlter oder tatsächlicher sozialer und kultureller Ausgrenzung gekennzeichnet. Bei über 500 Hochschulen im DACH-Raum finden sich nur bei 8 Studiengänge und Promotionsmöglichkeiten in den Game Studies, und in der fachfremden und interdisziplinären Auseinandersetzung mit Games fehlt oft der Bezug zum Feld. Durch soziale und kulturelle Vorurteile und Erwartungshaltungen gegenüber ‚dem Gamer’ entstehen Dynamiken der Stigmatisierung rund um digitale Spiele, die eine Abwehrhaltung produzieren, die vor allem im Zusammenspiel mit sexistischen Strukturen nicht-männliche Personen in der Games-Kultur im Allgemeinen und den Game Studies im Besonderen doppelt trifft. Wir schlagen daher vor, pro-aktiv studentische Initiative und Interesse zu unterstützen, das eigene Interesse an Game Studies explizit nach außen zu tragen, standardisierte Fachdatenbanken und Lexika zu etablieren, und Angebote für Nachwuchswissenschaftler*innen zu setzen, die ihnen einen gleichberechtigten Zugang zur Scientific Community ermöglichen.
gespielt.hypotheses.org · gespielt